Reisebericht Leipzig und Dresden - Juli 2018

 

 Tag 1:

 

Not in this Liftime. Die Guns N'Roses-Reunion-Tour geht weiter, leider ohne Schweizer Datum.

 

Nach meiner ersten mittleren Krise finden wir mit Leipzig einen freien Samstag, und eine passable Anreisemöglichkeit.

 

Das Wochenende rückt näher, die Deutsche Bahn soll uns hinbringen und schafft es auch immerhin bis zum Ort Eisenach. Dort ist dann nach etlichen Kurzstops und Verspätung endgültig Ende Gelände - alle müssen aus dem ICE aussteigen und in einen in geänderter Reihenfolge wartenden Zug einsteigen, um nach Leipzig zu gelangen.

 

Amüsante Durchsagen, gestresste Passagiere, Chaos pur...erfrischend anders und unterhaltsam ist die gut mit Alkohol und Radio ausgestattete Männergruppe, die auch zum Konzert reist.

 

Die Deutsche Bahn sorgt immer wieder für ein Abenteuer.

 

In Leipzig verschaffen wir uns einen Überblick, die Stadt ist ganz klar die Guns N'Roses-Hochburg heute.

 

Im Vorfeld haben wir nicht viel Gutes gehört, auch Sehenswürdigkeiten gibt es kaum. So sind wir tatsächlich positiv überrascht - die Stadt hat viele einladende Bars, Restaurants, Cafes und einige kleine interessante Läden finden wir auch. Zudem ist Prachtswetter, überall herrscht Sommerstimmung, das trägt sicher auch zum positiven Eindruck bei.

 

Für die Nacht haben wir ein Zimmer im Westin gebucht, ein Upgrade zu einem Zimmer mit View gibts beim Check-In umsonst dazu. Herzlichen Dank, nehmen wir gerne, selbst wenn wir schon prickelndere Aussichten aus dem 25. Stock gesehen haben.

 

Die Festwiese erreichen wir zu Fuss und realisieren, wie sehr sich die Front of Stage Tickets auszahlen. In der Masse hätte ich weder etwas gesehen noch auch nur eine Minute vom Konzert geniessen können. Vorne hingegen hat man richtig viel Platz zum atmen und bewegen, mit dem sicheren Schutz vom Wellenbrecher im Rücken.

 

Konzerte habe ich von ihnen schon bessere gehört, die Sicht und das Erlebnis ganze vorne waren aber grandios. 3.5 Stunden lang sorgen die Gunners für gute Laune und fröhliche Gesichter.

 

Viele Konzertbesucher nächtigen im gleichen Hotel wie wir, die Hotelbar ist brechend voll mit Guns N'Roses-Fans.

Tag 2:

 

Mit dem ersten Zug fahren wir nach Radebeul-Ost, um da in die Schmalspurbahn Lössnitzgrund nach Moritzburg umzusteigen.

 

Ein tolles Erlebnis - die alte Dampflok tuckert gemählich vorbei an Häusern, durch ein Waldstück und an einem kleinen See entlang.

 

Das Schloss Moritzburg gilt als grosse Sehenswürdigkeit in dieser Region, wir wollen es deshalb sehen.

 

Grosse Berühmtheit hat das Schloss erlangt durch den Kult-Märchenfilm Drei Haselnüsse für ein Aschenbrödel.

 

Nun bringt uns der Linienbus 326 nach Dresden-Neustadt - hier starten wir unsere Besichtigungstour.

 

Die erste Station ist die originelle Kunsthofpassage, an beiden Eingangsseiten weist ein Schild mit einer goldenen Kuh den Weg.

 

Durch das Szeneviertel von Dresden bummeln wir in Richtung Altstadt.

 

Direkt nach dem Goldenen Reiter gelangt man via Augustusbrücke in die Altstadt, von hier aus hat man eigentlich auch eine ganz tolle Sicht auf die schönen Gebäude von Dresden.

 

Leider ist die Brücke aber eine Grossbaustelle, Baukräne, Gerüste, Absperrungen und grosse Holzlatten trüben das Postkartenmotiv etwas.

 

Dicht beeinander findet man fast sämtliche Sehenswürdigkeiten, von der Semperoper bis zur Frauenkirche.

 

Den Rest des Nachmittags verbringen wir im grossen Garten von Dresden, wo man sich stundenlang die Beine vertreten kann. Für die Dresdner ist der Park Sonntagsvergnügen, unzählige Paare, Familien und Cliquen suchen sich einen erholsamen Platz auf der riesigen Grünfläche.

 

Auf dem Carolasee tummeln sich viele Boote, ein hübsches Bild.

 

Mit vielen Kilometern in den Beinen und tollen Eindrücken fahren wir mit der S2 zum Flughafen Dresden.

 

Nach einem ereignisreichen Wochenende fliegen wir mit EasyJet Abends bei Sonnenuntergang zurück in die Schweiz.